Meine Agenda für den Landkreis Uelzen

Politik beginnt nicht in Sitzungen, sondern im Alltag – in der Schule, im Verein, auf der Arbeit oder im Gespräch mit Nachbarn. Mir geht es darum, zuzuhören, anzupacken und Entscheidungen zu treffen, die den Menschen hier im Landkreis wirklich helfen. Auf dieser Seite findet Ihr Themen, die mir wichtig sind. 

Stark bleiben als
ländlicher Landkreis

Uelzen ist ein Landkreis mit starken Ortschaften, engagierten Menschen und viel Potenzial – aber auch mit Herausforderungen. Gerade im ländlichen Raum müssen Verwaltung, Infrastruktur und Gemeinschaft funktionieren, wenn Leben hier attraktiv bleiben soll.

Was hier gelingt, entsteht durch Menschen, die anpacken und Verantwortung übernehmen. Gleichzeitig braucht es Unterstützung und Verlässlichkeit vom Landkreis, damit Alltag und Zukunft für alle gut gelingen.

Eine leistungsfähige Verwaltung

Ich möchte, dass unsere Verwaltung bürgernah, modern und zukunftsfähig wird. Digitalisierung und der Einsatz neuer Technologien (auch KI) können Abläufe vereinfachen, Fachkräfte entlasten und den Service für die Bürgerinnen und Bürger spürbar verbessern. Entscheidungen sollen schneller getroffen, Anträge unbürokratischer bearbeitet und Prozesse transparenter werden.

Starke Zentren in starken Orten

Apotheken, Kindergärten, Arztpraxen, Schulen und Seniorenheime gehören zur Grundversorgung und zum Lebensgefühl unserer Dörfer und Gemeinden. Orte wie Suhlendorf, Rosche, Wieren, Bad Bodenteich, Wrestedt, Suderburg, Ebstorf, Wriedel oder Bienenbüttel müssen lebendig bleiben – mit kurzen Wegen, verlässlichen Angeboten und einer funktionierenden Nahversorgung. 

Katastrophenschutz & Gesundheit

Nichts funktioniert ohne Menschen, die sich engagieren: in Feuerwehren, beim THW, in Rettungsdiensten und Vereinen. Dieses Engagement verdient Wertschätzung und gute Rahmenbedingungen.
Dazu gehört auch ein verlässliches Gesundheitswesen. Das Klinikum Uelzen ist ein zentraler Standort in der Daseinsvorsorge – sein Erhalt ist für mich nicht verhandelbar.

Bildung im Fokus

Bildung ist mehr als Schule – sie ist die Grundlage für Chancen und Teilhabe. Eltern sollen frei entscheiden können, welche Schulform am besten zu ihrem Kind passt. Wenn jedoch sechsstellige Beträge pro Jahr in Schülertransporte außerhalb des Landkreises Uelzen fließen, zeigt das: Wir müssen attraktiver werden. Das Bildungsangebot, das wir bislang machen, ist nicht ausreichend. 

Ich möchte, dass Schulsozialarbeit an allen Schulen, auch an Gymnasien, fest verankert wird. Kinder mit Sorgen, Ängsten oder zu wenig Rückhalt zu Hause brauchen professionelle Unterstützung. Auch Gesundheit und Prävention sollten stärker in den Blick rücken.

Und klar ist: Bei Kindern und Jugendlichen aus sozial schwächeren Familien zu sparen ist falsch. Jeder Euro in Unterstützung und Bildung zahlt sich mehrfach aus – menschlich, gesellschaftlich und wirtschaftlich.
Unsere Kinder sind unsere Zukunft – und darauf sollten wir bauen.

Energie & Wirtschaft 

Windenergie ist eine der zentralen Energiequellen der Zukunft. Der Landkreis Uelzen wird in Niedersachsen einer der Standorte mit den meisten Windkraftanlagen sein. Das ist eine große Chance – aber auch eine Verantwortung. 

Der Ausbau darf kein Selbstläufer sein. In der Vergangenheit ist durch das gescheiterte Klageverfahren gegen das Regionale Raumordnungsprogramm ein regelrechter „Wildwuchs“ entstanden. Der Landkreis hat hier die Kontrolle verloren. Viele Bürgerinnen und Bürger erleben, dass neue Anlagen ohne erkennbare Linie entstehen – das sorgt für Unzufriedenheit und Vertrauensverlust. Ich möchte erreichen, dass der Ausbau der Windenergie möglichst transparent, geordnet und kontrolliert geschieht. 

Windräder sind Eingriffe in die Landschaft. Sie verändern Horizonte, Lärmbelastung und Ökosysteme. Gleichzeitig bringen sie Chancen: für Landwirte, die Flächen bereitstellen, für Gemeinden, die Einnahmen erzielen, und für Betriebe, die davon profitieren können. Wenn wir in Uelzen zu den größten Energieerzeugern im Land gehören, sollte diese Wertschöpfung auch tatsächlich bei uns ankommen.

Gleichzeitig müssen schützenswerte Flächen erhalten bleiben – Natur, Waldgebiete und Lebensräume gehören zu unserer ländlichen Identität. Eine verlässliche, ehrliche Abwägung zwischen Energiegewinnung und Landschaftsschutz ist unerlässlich.

Der Ausbau der Windenergie kann für Uelzen ein echter Standortvorteil werden: saubere Energie, wirtschaftliche Unabhängigkeit und neue Arbeitsplätze – wenn die Menschen vor Ort mitgenommen werden und der Nutzen sichtbar bleibt.

Nachhaltige Mobilität 

Wer hier lebt, soll sich verlässlich bewegen können – ob mit Auto, Bahn, Bus oder Rad. Uelzen und Bad Bevensen sind wichtige Verkehrsknotenpunkte, besonders im Bahnverkehr. Deshalb setze ich mich für den Erhalt der ICE‑Halte ein und dafür, dass unser Hundertwasserbahnhof seine Strahlkraft als Aushängeschild behält.

Auch im ländlichen Raum müssen Busverbindungen und Radwege sicher und praktikabel sein. Mobilität bedeutet Teilhabe – und darf keine Frage des Wohnorts sein.
Gute Wege verbinden Menschen – und halten den Landkreis zusammen.

Sport & Ehrenamt

Ohne Ehrenamt und Sportvereine gäbe es vieles nicht, was unseren Landkreis lebenswert macht. Ich möchte ein Programm aufbauen, das Vereine, gemeinnützige Einrichtungen und den schulischen Ganztag gleichermaßen stärkt. Der Landkreis soll künftig FSJ-Stellen koordinieren und unterstützen, sodass diese sowohl in Schulen als auch in Vereinen und von gemeinnützigen Trägern eingesetzt werden können. Das entlastet personell, schafft neue Möglichkeiten für die Kinder- und Jugendarbeit und fördert besonders Kinder aus Familien, die Unterstützung gut gebrauchen können.
Ein Konzept, das heute schon funktioniert – nur tragen die Verantwortung bislang Vereine und Schulen allein. 

Auch die HEG‑Halle ist für viele ein Stück Zuhause. Der geplante Neubau darf keine Sparversion werden – sie soll weiterhin zentraler Treffpunkt des Sports und des Miteinanders in Uelzen bleiben.

Ehrenamt ist kein Selbstläufer – es braucht Rückhalt, Anerkennung und Unterstützung.

Mehr Sichtbarkeit für unseren Landkreis

Über 40.000 Menschen besuchen jedes Jahr die „Kulturelle Landpartie“ im Wendland – ein regionales Aushängeschild und ein echter Wirtschaftsfaktor. Auch Uelzen kann solche Chancen nutzen: beispielsweise mit Formaten wie einer „Kulinarischen Landpartie“ oder den „Heide- und Höfewochen“, getragen von Höfen, Gastronomie und Tourismus.

Damit solche Ideen entstehen und wachsen, müssen Politik, Verwaltung und Wirtschaft gemeinsam an einem Strang ziehen. So wird Uelzen sichtbarer – und attraktiver für Menschen, die in den überteuerten Städten keinen Platz mehr finden. Daher: Tourismus und Außendarstellung stärken für mehr Bekanntheit, mehr Finanzfluss in den Landkreis, mehr Geltung.